Mit dynamischem Dehnen Verletzungen vorbeugen

Fast jeder Sporttreibende musste wohl schon einmal mit einer Muskelverletzung kämpfen. Denn bei jeder Bewegung – und ist sie noch so klein – ist einer unserer über 650 Muskeln beteiligt. Vor allem bei Sportarten bei denen schnelle Antritte, Sprünge und rasante Richtungswechsel gefordert sind, wie im Fußball, Basketball oder Hockey, kann es schnell zu einer Verletzung in der Muskulatur kommen. Richtiges Aufwärmen und vor allem ausgiebiges dynamisches Dehnen sind hier sinnvolle Strategien, um Verletzungen vorzubeugen.

Dehnen und Aufwärmen sind wichtig

Unsere Muskeln müssen vor allem im Sport einiges bewältigen, aber dank der guten Anpassungsfähigkeit wachsen sie quasi mit ihren Aufgaben. Doch bei kurzzeitig hohen Belastungen, wie beim plötzlichen Beschleunigen, Abbremsen oder Anhalten, kann selbst der trainierteste Muskel die enorm wirkenden Zugkräfte nicht mehr abfangen und es kann zu einer Muskelverletzung kommen. Auch wenn man als Sportler das Risiko einer Verletzung nie ganz ausschließen kann, so gibt es dennoch ein paar Strategien, die Verletzungen vorbeugen. Vor allem richtiges Aufwärmen ist absolute Pflicht. Wichtig ist, sich für das Aufwärmen Zeit zu lassen und vor allem auch ausgiebiges Dehnen einzubauen. Denn auch wenn das klassische Dehnen in letzter Zeit häufiger hinterfragt wurde, ob es denn wirklich Verletzungen vorbeugt, ist die Frage nicht ob, sondern wie!

Dehnen: Mit dynamischen Übungen Verletzungen vorbeugen

Statische Dehnübungen sind in letzter Zeit häufig kritisch beäugt worden und es gab Studien, die sogar einen negativen Effekt durch Dehnen beobachtet haben wollen. Mit statischem Dehnen ist die Art des Warmmachens gemeint, wie sie die meisten kennen werden. Der Muskel wird bei den einzelnen Übungen für 15 – 30 Sekunden in die Länge gezogen und in dieser Position gehalten. Die Gefahr beim klassischen Dehnen besteht allerdings darin, dass die Muskulatur gestrafft statt gelockert wird und die Grundspannung im einzelnen Muskel sich unter Umständen gar erhöht. Bei dynamischen Dehnübungen wird der Muskel nicht dauerhaft gestreckt, sondern in die Länge gezogen und wieder gelockert. Dabei wippt oder federt man beim dynamischen Dehnen leicht. Das dynamische Dehnen hat den Vorteil, dass Stoffwechselprodukte schneller abgebaut und so die Regeneration im Körper beschleunigt werden. Dehnen, vor allem in der dynamischen Variante, ist also nach wie vor ein gutes Mittel, um Verletzungen beim Sport zu minimieren.

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